Allgemeine Geschäftsbedingungen von Sekom Voyages

1. Reisevertrag
1.1 Die Reiseanmeldung wird nach Maßgabe der Ausschreibung und mit Zugang verbindlich. Dies
gilt auch für telefonische Anmeldungen. Der Reisevertrag kommt mit Zugang der schriftlichen
Reisebestätigung beim Reiseteilnehmer (Anmelder) zustande.
1.2 Nebenabreden, die dem Inhalt dieser Bedingungen oder der Leistungsbeschreibungen nicht
entsprechen, bedürfen einer ausdrücklichen Bestätigung des Reiseveranstalters.
2. Zahlung
Mit Erhalt der schriftlichen Reisebestätigung wird wenn nicht anders vereinbart eine Anzahlung von
30% des Reisepreises fällig, sofern kein Sicherungsschein ausgehändigt wird. Sie wird auf den
Reisepreis angerechnet.
2.1 Geht der Anzahlungsbetrag nicht rechtzeitig ein und wird auch nach Aufforderung unter
Fristsetzung keine Zahlung geleistet, so ist der Veranstalter berechtigt, den Vertrag fristlos zu
kündigen und die Buchung zu stornieren. In diesem Fall erhebt der Veranstalter die aus Ziffer 5
ersichtlichen Rücktrittskosten (Stornogebühren).
2.2 Die Restzahlung erfolgt gegen Aushändigung des Sicherungsscheines und wird 40 Tage vor
Reiseantritt fällig.
2.3 Bei Anmeldungen ab 30 Tage vor Reiseantritt ist die Zahlung des gesamten Reisepreises sofort
mit Erhalt der Reisebestätigung fällig.
2.4 Die Reiseunterlagen werden dem Kunden je nach seiner Wahl unverzüglich nach Eingang seiner
Zahlung beim Veranstalter zugesandt oder gegen Zahlung beim Veranstalter ausgehändigt.
2.5 Sollten die Reisedokumente dem Reiseteilnehmer wider Erwarten nicht bis spätestens sieben
Tage vor Reiseantritt zugegangen sein, hat sich dieser unverzüglich mit Sekom Voyages in
Verbindung zu setzen.
3. Leistungen
Die Leistungen des Veranstalters beziehen sich auf Gruppen- und Einzelreisen u.a. in
Weinbaugebiete, und bestehen aus der Reservierung, dem Verkauf und der Organisation dieser
Reisen. Der Umfang der vertraglichen Leistungen ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung des
Reiseveranstalters sowie aus den bezugnehmenden Angaben der Reisebestätigung. Die bei
Buchungen herangezogenen Hotel-und Ortsprospekte haben lediglich einen unverbindlichen
Informationscharakter, der Inhalt kann nicht gewährleistet werden.
4. Leistungs- und Preisänderungen
4.1 Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des
Reisevertrages, insbesondere der Austausch eines zum Besuch vorgesehenen Winzers, die nach
Vertragsabschluß notwendig werden und die vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben
herbeigeführt werden, sind nur gestattet, soweit die Änderung oder Abweichung nicht erheblich sind
und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise beeinträchtigen. Etwaige Gewährleistungsansprüche
bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind.
4.2 Von Leistungsänderungen wird Sekom Voyages den Reiseteilnehmer unverzüglich unterrichten
und ihm mit einer Erklärungsfrist von 10 Tagen alternativ kostenlosen Rücktritt anbieten, sofern die
Änderungen nicht lediglich geringfügig sind. Ein Kündigungsrecht des Reiseteilnehmers bleibt
unberührt.
4.3 Sekom Voyages behält sich vor, die ausgeschriebenen und mit der
Auftragsbestätigung/Rechnung bestätigten Preise im Fall der Erhöhung der Beförderungskosten oder
der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren oder einer Änderung der
für die Reise maßgeblichen Wechselkurse in dem Umfang zu ändern, wie sich deren Erhöhung pro
Person bzw. pro Sitzplatz auf den Reisepreis auswirkt, sofern zwischen Vertragsschluss und dem
vereinbarten Reisetermin mehr als 4 Monate liegen. Im Fall einer nachträglichen Änderung des
Reisepreises wird Sekom Voyages den Reiseteilnehmer unverzüglich, spätestens jedoch 21 Tage vor
Reiseantritt, in Kenntnis setzen. Preiserhöhungen nach diesem Zeitpunkt sind nicht zulässig. Bei
Preiserhöhungen um mehr als 5% ist der Reiseteilnehmer berechtigt, ohne Gebühren vom
Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu
verlangen, wenn Sekom Voyages in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis aus ihrem
Reiseangebot anzubieten. Die vorgenannten Rechte hat der Reiseteilnehmer unverzüglich nach der
Erklärung von Sekom Voyages über die Preiserhöhung geltend zu machen.
4.4 Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen infolge vorzeitiger Rückreise oder sonstiger
zwingenden Gründe nicht in Anspruch, so wird sich der Reiseveranstalter bei den Leistungsträgern
um Erstattung der ersparten Aufwendungen bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um
unerhebliche Leistungen handelt oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche
Bestimmungen entgegenstehen.
5. Rücktritt
5.1 Rücktritt seitens des Reiseteilnehmers
Dieser sollte im Interesse des Reiseteilnehmers unter Beifügung der Reiseunterlagen schriftlich
erfolgen. Die Rücktrittskosten betragen – wenn nicht anders vereinbart - pro Person in Prozent des
Gesamtreisepreises:
5.1.1 bis zum 90. Tag vor Reisebeginn 20%
bis zum 60. Tag vor Reisebeginn 30%
bis zum 30. Tag vor Reisebeginn 50%
bis zum 10. Tag vor Reisebeginn 75%
ab dem 9. Tag vor Reisebeginn 100%
5.1.2 Kosten wie z.B. Visa-, Telefon- oder Bearbeitungskosten können im Falle einer Stornierung der
Reise nicht erstattet werden.
5.1.3 Rücktrittskosten sind auch dann zu zahlen, wenn der Reiseteilnehmer die Reise nicht oder nicht
rechtzeitig antritt. Eine Reiserücktrittskosten-Versicherung ist nicht im Reisepreis eingeschlossen.
Wir empfehlen daher dem Reiseteilnehmer den Abschluss einer solchen Versicherung. Ein etwaiger
Versicherungsvertrag wird erst wirksam mit Zahlung der Prämie.
5.1.4 Bis zum Reisebeginn kann der Reisende verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte
und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. Der Reiseveranstalter kann dem Eintritt des Dritten
widersprechen, wenn dieser den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme
gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Tritt ein Dritter in den
Vertrag ein, so haften er und der Reisende dem Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für den
Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten entstehenden Mehrkosten.
6. Nicht in Anspruch genommenen Leistungen
Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen infolge vorzeitiger Rückreise oder sonstiger
zwingenden Gründe nicht in Anspruch, so wird sich der Reiseveranstalter bei den Leistungsträgern
um Erstattung der ersparten Aufwendungen bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um
unerhebliche Leistungen handelt oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche
Bestimmungen entgegenstehen.
7. Rücktritt und Kündigung durch den Reiseveranstalter
Der Reiseveranstalter kann in besonderen Fällen vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurücktreten
oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag kündigen:
7.1 ohne Einhaltung einer Frist: wenn der Reisende die Durchführung der Reise ungeachtet einer
Abmahnung des Reiseveranstalters nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig
verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Kündigt der
Reiseveranstalter, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den Wert der
ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer andersweitigen
Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen erlangt, einschließlich der ihm von
Leistungsträgern gutgebrachten Beträge.
7.2 Bis 2 Wochen vor Reiseantritt: Bei Nichterreichen einer ausgeschriebenen Mindestteilnehmerzahl,
wenn in der Reiseausschreibung für die entsprechende Reise auf eine Mindestteilnehmerzahl
hingewiesen wird. In jedem Fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, den Kunden unverzüglich nach
Eintritt der Voraussetzung für die Nichtdurchführung der Reise hiervon in Kenntnis zu setzen und
ihm die Rücktrittserklärung unverzüglich zuzuleiten. Der Kunde erhält den eingezahlten Reisepreis
unverzüglich zurück.
8. Aufhebung des Vertrages wegen außergewöhnlicher Umstände
Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluß nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich
erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Reiseveranstalter als auch der
Reisende den Vertrag kündigen. Wird der Vertrag gekündigt, so kann der Reiseveranstalter für die
bereits erbrachten oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden Reiseleistungen eine
angemessene Entschädigung verlangen. Weiterhin ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die
notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere, falls der Vertrag die Rückbeförderung umfasst,
den Reisenden zurückzubefördern. DieMehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je
zur Hälfte zu tragen. Im übrigen fallen die Mehrkosten dem Reisenden zur Last.
9. Haftung des Reiseveranstalters
9.1 Der Reiseveranstalter haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht für:
- die gewissenhafte Reisevorbereitung
- die sorgfältige Auswahl und Überwachung der Leistungsträger
- die Richtigkeit der Leistungsbeschreibungen
- die ordnungsgemäße Erbringung der vertraglich vereinbarten Reiseleistungen.
9.2 Der Reiseveranstalter haftet für ein Verschulden der mit der Leistungserbringung betrauten
Person.
9.3 Wird im Rahmen einer Reise oder zusätzlich zu dieser eine Beförderung im Linienverkehr
erbracht und dem Reisenden hierfür ein entsprechender Beförderungsausweis ausgestellt, so erbringt
der Reiseveranstalter insoweit Fremdleistungen, sofern er in der Reiseausschreibung und in der
Reisebestätigung ausdrücklich darauf hinweist. Er haftet daher nicht für die Erbringung der
Beförderungsleistung selbst. Eine etwaige Haftung regelt sich in diesem Fall nach den
Beförderungsbestimmungen dieser Unternehmen, auf die der Reisende ausdrücklich hinzuweisen ist
und die ihm auf Wunsch zugänglich zu machen sind.
10. Gewährleistung
10.1 Abhilfe: Wird die Reise nicht vertragsgemäß erbracht, so kann der Reisende Abhilfe verlangen.
Der Reiseveranstalter kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Auf wand
erfordert. Der Reiseveranstalter kann auch in der Weise Abhilfe schaffen, dass er eine gleichwertige
Ersatzleistung erbringt.
10.2 Minderung des Reisepreises: Für die Dauer einer nicht vertragsgemäßen Erbringung der Reise
kann der Reisende eine entsprechende Herabsetzung des Reisepreises verlangen (Minderung).
Der Reisepreis ist in dem Verhältnis herabzusetzen, in welchem zur Zeit des Verkaufs der Wert der
Reise in mangelfreiem Zustand zu dem wirklichen Wert gestanden haben würde.
Die Minderung tritt nicht ein, soweit es der Reisende schuldhaft unterlässt, den Mangel anzuzeigen.
10.3 Kündigung des Vertrages:
Wird eine Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet der Reiseveranstalter
innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe, so kann der Reisende im Rahmen der gesetzlichen
Bestimmungen den Reisevertrag kündigen.
10.4 Der Reisende kann unbeschadet der Minderung oder der Kündigung Schadensersatz wegen
Nichterfüllung verlangen, es sei denn, der Mangel der Reise beruht auf einen Umstand, den der
Reiseveranstalter nicht zu vertreten hat.
11. Beschränkung der Haftung
11.1 Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist
auf den dreifachen Reisepreis beschränkt.
1. soweit ein Schaden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder
2. soweit der Reiseveranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein
wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
11.2 Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen,
die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Sportveranstaltungen, Theaterbesuche,
Ausstellungen usw.) und die in der Reiseausschreibung ausdrücklich als Fremdleistung
gekennzeichnet werden.
11.3 Ein Schadensersatzanspruch gegen den Reiseveranstalter ist insoweit beschränkt oder
ausgeschlossen als aufgrund internationaler Übereinkommen oder auf solchen beruhenden
gesetzlichen Vorschriften, die auf die von einem Leistungsträger zu erbringenden Leistungen
anzuwenden sind, ein Anspruch auf Schadensersatz gegen den Leistungsträger nur unter bestimmten
Voraussetzungen oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann oder unter bestimmten
Voraussetzungen ausgeschlossen ist.
12. Mitwirkungspflicht
Der Reisende ist verpflichtet, bei aufgetretenen Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen
Bestimmungen mitzuwirken, eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten. Der Reisende
ist besonders verpflichtet, seine Beanstandungen unverzüglich der örtlichen Reiseleitung zur
Kenntnis zu geben. Diese ist beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Unterlässt der
Reisende schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt ein Anspruch auf Minderung nicht ein.
13. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung
Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise hat der Reisende innerhalb eines
Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter
geltend zu machen. Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche geltend machen, wenn er
ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist. Vertragliche Ansprüche des
Reisenden verjähren in sechs Monaten. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem
Vertrag nach enden sollte. Hat der Reisende solche Ansprüche geltend gemacht, so ist die Verjährung
bis zu dem Tag gehemmt, an dem der Reiseveranstalter die Ansprüche schriftlich zurückweist.
Ansprüche aus unerlaubter Handlung verjähren in drei Jahren.
14. Pass-, Visa- und Gesundheitsbestimmungen
Achten Sie sorgfältig auf die in den Reiseausschreibungen gegebenen Hinweise auf Pass-,Visa- und
Gesundheitsbestimmungen und auf etwaige Änderungen in späteren Mitteilungen.
15. Sonstige Bestimmungen und Vereinbarungen
15.1 Diese Bedingungen gelten, soweit nicht in den einzelnen Reiseverträgen individuelle
Vereinbarungen getroffen werden.
15.2 Die vorstehenden Bestimmungen haben nur Gültigkeit, sofern und soweit nach Drucklegung in
krafttretende gesetzliche Vorschriften keine anderen Regelungen vorsehen.
15.3 Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten
Reisevertrages zur Folge.
15.4 Der Gerichtsstand für Klagen gegen Sekom Voyages ist Ludwigsburg.